Nasen-Artenschutzprogramm

Im Rahmen eines Artenhilfsprogramm des Fischereiverbands Oberbayern wird seit einigen Jahren die Nachzucht und der Besatz von Jungnasen im 3 Hektar großen Kerschlacher Weiher betrieben. Die Fischart "Nase" (latein. Chondrostoma nasus) trägt ihren Namen wegen ihrer wulstartig verdickten, vorragenden, stumpfen Schnauze. Aufgrund ihres grätenreichen Fleisches ist sie als Speisefisch wenig beliebt. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts trat sie in den bayerischen Voralpenflüssen noch massenhaft auf.

Nase

Nase

Einige Laichnasen werden zur Laichzeit aus den Fließgewässern entnommen und ihre Laichprodukte gewonnen. Wenn sie Anfang Juni dann groß genug sind, werden sie in den Kerschlacher Weiher verbracht, wo sie bis zum Herbst auf etwa 10 cm Größe heranwachsen. Im Oktober werden die Teiche abgefischt und die jungen Nasensetzlinge im Gewässer ihrer Herkunft wieder ausgesetzt.