1159 Erste urkundliche Erwähnung Kerschlachs als "Cherslo" = Viehweide im Sumpfgebiet
11.-12. Jh. Erwähnung als den "Bischöfen von Augsburg eigen"
1411 Eigentümer über Gut Cherrslo ist Ulrich Ebran zu Wildenberg
1558 Aus dem Steuerbuch des Schlosses Seveldt (Seefeld): "Cherslo" ist ein claines Hofmärchlein... hat sechs Feuerstett" (= Anwesen, nämlich: ein "Schlößchen", eine Schenke, vier Höfe)
1599 Kerschlach geht an das Benediktinerkloster Andechs
1632/33 Der 30-jährige Krieg wütet in Kerschlach, der es "zerstört, ruiniert und verderbt"
1633/34 Hinzu kommt die Pest, die Kerschlach "öde und leer" hinterläßt
1645-1659 Eine "Schwaige" (Ökonomiebetrieb mit Sennerei) entsteht anstatt der Höfe. Es wird auch Pferdezucht betrieben.
1803 Im Zuge der Säkularisation Verkauf an den Landwirt Johann Baptist Stützle
1876 Verkauf an Eduard von Hallberger, Eigentümer des Stuttgarter Verlagspalastes und auch Schloßherr von Tutzing
Ende 19. Jh. Verkauf an Theodor von Cramer-Klett, u.a. Begründer der MAN-Maschinenfabriken und der Münchner Rückversicherungsgesellschaft
1908 Verpachtung an die Missions-Benediktinerinnen Tutzing
1934 Verkauf an die Klosterschwestern
1997 Verkauf an Werner Mützel, Gründer und Eigentümer des WEKA-Fachverlages aus Kissing
